Banner
Neu_Farbeimer_Home
Neu_Farbeimer_Projekte
Neu_Farbeimer_Kontakte
Neu_Farbeimer_Geschichte
Neu_Farbeimer_Publikation
Neu_Farbeimer_Links
Banner_GESCHICHTE

Kunstwerke auf Zeit

In unserem Jahrhundert erhielt die Wandmalerei wichtige Anstöße aus Mexiko. Hier waren es vor allem die mexikanischen Künstler Diego Rivera (1886-1957), Jose Clement Orozco (1883-1949) und David Alfaro Siqueiros (1896-1974), die sich, beeinflusst von der mexikanischen Revolution 1910, verstärkt der sozialen Thematik in ihren Werken annahmen.
Mit ihren Arbeiten wurden sie über die Grenzen ihrer Heimat bekannt, “eckten” gelegentlich damit aber auch an. So erhielt Rivera einen Auftrag für die Gestaltung eines Bildes für das Rockefeller Center in New York. Als “Der Mensch am Scheideweg”, so der Titel des Gemäldes, auch ein Portrait. Lenins zeigte, hatte New York einen handfesten (Kunst-)Skandal.Man schrieb schließlich das Jahr 1933. Um Proteste zu vermeiden, wurde das angefangene Bild erst einmal abgedeckt, dann, als Rivera eine Übermalung ablehnte, endgültig zerstört.
Auch in den Vereinigten Staaten fand die Wandmalerei weite Verbreitung. Es entstanden zwischen New York und Los Angeles über 3000 Wandbilder.
In Kanada, auf Vancouver-Island, lebt die Stadt Chermainus durch die Wandmalerei. Hier ziert jedes Haus ein Wandbild.Brunner

Anfang der 70er Jahre findet die Wandmalerei ihren Weg nach Deutschland. Hier entstehen 1972 erste Wandbilder in der Bremer Böttchergasse. Nach weiteren drei Jahren, 1975, gibt es auch in Berlin ein Wandgemälde. Initiiert und gemalt von Ben Wagin entsteht  in unmittelbarer Nähe des
S-Bahnhofs Tiergarten der “Weltbaum - Grün ist Leben”.
Seither sind diesem Vorbild viele weitere gefolgt. Insgesamt ist die Zahl der Wandbilder auf über 700 angewachsen, wobei in dieser Zahl auch jene Kunstwerke eingerechnet sind, die bereits nicht mehr existieren. Wandbilder sind nun einmal, mehr als alle anderen Werke der bildenden Kunst, vergänglich.
Nicht wenige der wie auch immer bedrohten Wandbilder verdanken ihre Entstehung der öffentlichen Hand. Voraussetzung dafür waren die Programme und Wettbewerbe “Kunst am Bau” und “Farbe im Stadtbild” des Berliner Senats.
In letzter Zeit treten andere Finanzierungsträger in Erscheinung, wie z.B. Wohnungsbaugesellschaften, Firmen und private Sponsoren.